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Medikamente in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommt es zu vielen Veränderungen deines Alltags. Auch bei der Einnahme von Medikamenten musst du nun besonders vorsichtig sein! Denn viele Medikamente wirken nicht nur in deinem Blutreislauf, sondern auch in dem deines Embryos. Und das selten mit demselben positiven Effekt wie bei dir.

Achtung bei Medikamenten!

Besonders hoch ist das Risiko bei der Einnahme von Medikamenten in den ersten Wochen, denn hier werden die Organe des Embryos geformt und die Anfälligkeit für Fehlbildungen oder Einschränkungen der geistigen Entwicklung ist höher als in den späteren Monaten. Aber auch später solltest du nicht unbedacht Medikamente einnehmen, einige können unter anderem frühzeitige Wehen auslösen.

Auch wenn man bei pflanzlichen Mitteln zuerst nichts Böses vermuten würde, solltest du auch diese nicht ohne Absprache mit deinem Arzt einnehmen. Ob du beispielsweise zusätzliche Vitamin-Präparate benötigst, kann er dir am besten sagen. Denn auch unter den pflanzlichen Mitteln gibt es Stoffe, die dein Baby beeinträchtigen können. Salbei kann beispielsweise Wehen auslösen und auch eine erhöhte Dosis Vitamin A beeinflusst dein Baby negativ.

Aber was solltest du tun, wenn du Schmerzen oder Beschwerden während deiner Schwangerschaft hast? Grundsätzlich solltest du dich nicht scheuen deinen Arzt oder deine Hebamme um Rat zu Fragen. Sie wissen am besten Bescheid und auf Nummer sicher zu gehen ist in jedem Fall richtig. Empfehlenswert sind weiterhin Hausmittel oder homöopathische Mittel. Zu einigen typischen Beschwerden, die bei Schwangeren auftreten können, ein paar Behandlungstipps:

Schnupfen

Ein auf Salz basierendes Nasenspray ist kein Problem, sollte aber nicht länger als eine Woche angewandt werden. Auch Nasensalben auf Basis des Engelwurzel Extrakts oder homöopathische Mittel, wie Allium cepa oder Pulsa­tilla in der Potenz D 6 können Linderung verschaffen. Alternativ kannst du es mit Inhalieren probieren. Dazu erhitzt du ein wenig Wasser, füllst es in eine Schale und inhalierst mit einem Handtuch über dem Kopf und Schale den Dampf des heißen Wassers ein.

Fieber

Versuche es mal mit Wadenwickeln! Auch Paracetamol kann mit passender Dosierung angewendet werden.

Kopfschmerzen

Akupunktur könnte eine Lösung für dich sein. Auch Massagen mit Minz-Öl können entspannend wirken. Bis zur 28. Schwangerschaftswoche kannst du Ibuprofen einnehmen, während der kompletten Schwangerschaft Paracetamol.

Rückenschmerzen

Körnerkissen und Wärmflaschen können helfen. Solltest du langzeitige Probleme haben, kannst du über eine neue Matratze oder Krankengymnastik/Massagen nachdenken.

Verstopfung

Verstopfung beugst du am besten vor. Dies kannst du tun durch ausreichend Wasser (2,5l pro Tag), sportliche Betätigung und eine ballaststoffreiche Ernährung. Bestimmte Nahrungsmittel helfen ebenso die Verdauung anzuregen, beispielsweise Trockenpflaumen. Sollte dies nicht helfen, kannst du eine Mini-Klistier nutzen. Auf keinen Fall darfst du auf die pflanzlichen Mittel auf Basis von Aloe und Sennes zurückgreifen , sowie Rizinusöl.

Magen-Darm-Erkankungen

Iss kleinere Portionen, aber dafür häufiger! Auch von kohlensäurehaltige Getränken solltest du die Finger lassen. Sollte der Durchfall länger andauern, kannst du eine Elektrolyt-Lösung nutzen, oder eine Infusion im Krankenhaus in Betracht ziehen.

Halsschmerzen

Verzichte auf Produkte mit betäubender Wirkung. Am besten trinkst du genug und lutscht normale Bonbons, diese reichen oft aus! Sollten sie aber einmal nicht mehr reichen, kannst du unbesorgt Lutschtabletten mit isländischen Moos oder Hyaluronsäure einnehmen.

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